Nazi-Dialoge von AfD-Politikern gefälscht

 In Antifa, Die neue Linke, Diffamierung, Diskriminierung, politisch motivierte Straftaten, soziale Ausgrenzung

FB-Fake (Symbolbild):
Die angeblichen Gesprächsprotokolle waren eine Fälschung
Foto: picture alliance/chromorange

Veröffentlicht von Junge Freiheit am 27.10.2017

 

KASSEL. Angebliche Gesprächsprotokolle von zwei AfD-Politikern mit rechtsextremem Inhalt haben sich als Fälschungen erwiesen. Laut Staatsanwaltschaft konnten die Verursacher jedoch nicht ermittelt werden, berichtete die Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA).

Im Februar dieses Jahres hatte eine Antifa-Gruppe aus Kassel ein vermeintliches Gespräch von Michael Werl, der die Kasseler AfD-Fraktion leitet, mit einem angeblichen Bekannten aus der rechten Szene dokumentiert.

Gleichzeitig waren auf der mittlerweile verbotenen linksradikalen Plattform „linksunten.indymedia.org “ angebliche Facebook-Unterhaltungen zwischen dem Vorsitzenden des AfD-Kreisverbands Kassel-Land, F. K., und dem früheren NPD-Funktionär M. W. publiziert worden.

Afd-Funktionäre erstatteten Strafanzeige

W. und K. hatten die im Internet veröffentlichten Protokolle als Fälschungen zurückgewiesen.

„Ich bin entsetzt, daß solche Methoden angewandt werden, um politische Mitstreiter aus dem Weg zu räumen“,

sagte W. damals der HNA. K. sprach von „übelster Verleumdung“. Beide AfD-Funktionäre erstatteten Strafanzeige.

Die Staatsanwaltschaft Kassel nahm in der Folge Ermittlungen wegen des Verdachts des Ausspähens von Daten, der Verleumdung und weiterer Straftaten auf. Die Verursacher der Fälschungen konnte sie jedoch nicht aufzuspüren.

„Es werden Server im Ausland genutzt. Verantwortliche Seiten sind den Polizeibehörden nicht bekannt“,

heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft Kassel. Aufgrund dieser Sachlage habe man das Ermittlungsverfahren zum Nachteil der drei Anzeigeerstatter einstellen müssen.

„Ich freue mich über den Ausgang des Ermittlungsverfahrens, hätte mich aber noch mehr gefreut, wenn die Verantwortlichen ermittelt worden wären“,

sagte K. am Donnerstag. Er gehe davon aus, dass jemand aus dem linksextremen Spektrum die Chatverläufe gefälscht hat. (ha)

 

Quelle: jungefreiheit.de

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