Historische Vergleiche…

…von der Staatssicherheit 1.0  zum Staatsschutz  2.0, vom Stasi-Staat zum Links-Staat.

Das „Stasi-Dossier“ aufmerksam gelesen, vergleichend mit den aktuellen Zuständen und Tendenzen im vereinten Deutschland, erzeugt ein Déjà-vu-Erlebnis. Es kommt uns alles bekannt vor!

Die Staatsgewalt, damals wie heute, verfolgt das Interesse Dissidenten zu zersetzen und deren Mitglieder zu brechen. Es wurden und es werden strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen „feindlich negative“ Personen angestrengt. Die Zahl der Menschen die wegen politischer Delikte in Haft verbracht werden wächst. Die Zahl der Systemkritiker die Deutschland reformieren, aber nicht abschaffen wollen, nimmt zu.

Systemkritiker bzw. Andersdenkende werden heute ebenso verfolgt, bekämpft, diskriminiert, diffamiert, sozial ausgegrenzt, ihr Eigentum wird zerstört, ihr soziales Umfeld wird genötigt jeglichen Kontakt abzubrechen. Nicht selten ist das Resultat dieser Angriffe – Beziehungen innerhalb der Familie werden zerstört. Geschäftspartner werden unter Druck gesetzt alle Beziehung zu den Andersdenkenden abzubrechen. Agitierte Personen die den Anweisungen nicht Folge leisten, werden auf die gleiche Art und Weise solange bekämpft wie die Systemkritiker, bis dass sie jeglichen Kontakt abbrechen.

Die „Eliten“ tendieren seit Jahren dazu, ihre Macht auf Dauer zu behalten. Damit sie ihren Status wahren können, scheuen sie nicht davor zurück diktatorische Mittel einzusetzen. Sprich – Meinungsfreiheit, das Recht zur freien Meinungsäußerung, Schutz des Eigentums etc. werden durch Gesetzesänderungen oder neue Gesetze zu Gunsten der Regierenden manipuliert. Heranwachsende Generationen werden bereits ab dem Kindergarten zum systemtreuen Gutmenschen indoktriniert.

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen einschüchtern und manipulieren.

Aus der Zielsetzung, Arbeitsweise und den Erfahrungen der ehemaligen DDR-Geheimpolizei „Staatssicherheit“ ist viel zu lernen. Noch heute werden praktizierte Mechanismen von Diktaturen genutzt:

Feindbilder werden gelehrt, Grundrechte verletzt, Andersdenkende als „feindlich-negative“ Personen etikettiert, überwacht und verfolgt, das Prinzip „Teile & Herrsche“ umgesetzt.

Für diese Zwecke agierte die „Stasi 1.0“ ohne rechtsstaatliche Kontrolle als ein Werkzeug zur Machtsicherung der zwischen 1949 und 1990 in der DDR herrschenden Sozialistischen Einheitspartei SED. 1989/90 wurde die lange Zeit Angst einflößende Geheimpolizei aufgrund von Bürgerengagement entmachtet und „scheinbar“ aufgelöst. Die verbliebenen Akten wurden für die Aufarbeitung gesichert – ein weltweit einzigartiger, zeithistorischer Schatz, der nicht nur Verrat und Unterdrückung dokumentiert, sondern auch viele Facetten von Zivilcourage.

Die Stasi 1.0 ist mit ihren diktatorischen Machenschaften ein nützliches Beispiel für die Aktivisten der Stasi 2.0. Sie können ihre Strategien auf die Erfahrungen der Stasi 1.0 aufbauen.

1989 haben systemkritische Bürger schon einmal die Regierung entmachtet und die Souveränität übernommen. Das Volk war stärker als die Regierenden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt – und es gilt:

Nur gemeinsam sind wir stark.

Das Dossier der Bildungszentrale für politische Bildung beleuchtet das Vorgehen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und seiner Auftraggeber, beschreibt Einfluss, Folgen, Aufarbeitung und Lehren. Die Lektüre aller Kurztexte auf dieser Seite vermittelt einen Gesamt-Überblick über das Wirken der Stasi, das in 50 Einzelaspekten vertieft werden kann. Alle Beiträge werden bis Mitte 2018 um vielfältige Aspekte der Diktaturforschung, Filme, Links und MfS-Dokumente ergänzt. Anregungen sind willkommen!

Links zum Dossier

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